Wie die Lokalsektion Kelmis/Lontzen von AVES-Ostkantone mitteilt, ist auch in diesem Jahr mit der bevorstehenden Krötenwanderung zu rechnen.
Da die Amphibien weitgehend vom Wetter gesteuert werden, reagieren sie auf das derzeit überdurchschnittliche Wetter. Milde Temperatur und Feuchtigkeit löst die Hochzeitsstimmung aus und die Tiere steuern ihre Laichgewässer an.
In Hergenrath besteht besonders im Bereich zwischen Asteneter Straße und Hochstraße die Wahrscheinlichkeit, daß Amphibien den Teich am Hammerweg ansteuern und dabei zur Gefahr für Autofahrer werden. Ein Zusammentreffen mit Fröschen oder Kröten endet für die Tiere tödlich, aber auch für die Kraftfahrzeuge besteht Rutschgefahr auf den Kadavern. Die Hochstraße ist mit ihren Kurven und dem schlechten Belag seither im Dunklen bereits schwierig zu befahren. Für die nächsten Wochen wurde daher die zulässige Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Damit wird der im letzten Jahr erneuerte Abschnitt der anschließenden Asteneter Straße mit der hinzugekommen Blitzanlage nahezu zur "verkehrsberuhigten Zone".
Der Appell der Verwaltung richtet sich an alle Autofahrer: "Bitte fahren Sie dort ab der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung besonders vorsichtig und langsam! Denn auch ohne direkten Kontakt durch die Räder erzeugen Autos bei Geschwindigkeiten ab 30 km/h einen solchen Strömungsdruck, dass die Kröten und Frösche meistens tödliche innere Verletzungen erleiden. Typisches Zeichen ist die aus dem Maul heraushängende Zunge sowie aufgeblähte Körperstellen, vor allem auf dem Rücken der Tiere."
Außerdem wird in der DG, der Wallonie und in Brüssel wieder eine Sensibilisierungskampagne gestartet, um auf die Sicherheit sowohl der Amphibien beim Überqueren der Straße als auch auf die Sicherheit der ehrenamtlichen Unterstützer, die den Kröten und Fröschen über die Straße helfen, hinzuweisen.