Auf die Frage von Damir Lübcke, welche konkreten Erweiterungen und Verbesserungen ihrer ÖffentlichÂkeitsarbeit die Verwaltung vorgesehen hat,Â
da dies in den ParteiÂprogrammen aufgeführt wäre, bezog der BürgerÂmeister Stellung.
Für diese "sinnvolle Frage" bedankt sich Daniel Hilligsmann.
Er unterstreicht, daß die Aktivitäten in Internet und Social-Media auch für die Darstellung der Verwaltung in der Öffentlichkeit wichtig ist.
Man sei bereits aktiv und baue jetzt die Werkzeuge zur Analyse aus. Gemäß dem damit ermittelten Bedarf soll das Angebot erweitert werden.
Hilligsmann gibt an, die Gemeinde hätte auf Instagram 968 Follower, über 7400 Menschen folgen den Facebook-Beiträgen, was etwas mehr wäre als in Eupen. Der eigene Whatsapp-Kanal wird von 195 Interessierten verfolgt.Â
Seit Jaheresangang ist das Analysetool auf der Website platziert, wodurch ermittelt wird, wer den Webauftritt besucht, was er sucht oder anklickt. Man sieht so etwa 6000 Leser im Monat.
Die bisherige, im eigenen Haus gepflegte, Funktionalität der Online-Termin-Vergabe soll durch ein neueres Programm ersetzt werden. "Damit kann den Bürgern bereits im Vorfeld mitgeteilt werden, welche Unterlagen mitzubringen sind und welche Gebühren entstehen." Obwohl das bisherige Termin-Programm das auch schon konnte, erhofft man sich eine weitere Reduzierung von Rückfragen im telefonisch schwer erreichbaren Gemeindehaus und eine effizientere Bearbeitung des Anliegens vor Ort.
Auch der Versand einer Erinnerungsmail ist vorgesehen. Obwohl Hilligsmann bei Anfragen oft auf den Datenschutz hinweist, ist man sich hier kaum bewußt, daß der Bürger für die jeweiligen Social-Media Funktionen eine persönÂliche AnmelÂdung braucht, um die Nachrichten der Gemeinde zu lesen. Auch will nicht jeder seine MailÂÂadresse oder TelefonÂÂnummer bei einem ausländiÂschen Service-Anbieter hinterlegt haben. Aber beim Krankenhausaufenthalt wäre das ja auch schon so, meint Hilligsmann.
Daß nicht jeder Amtsbesucher seine Termine in irgendeiner externen Datenbank offenbaren möchte, scheint aber nicht relevant. So mancher Bürger würde gerne auf dieses "digitale" TerminÂverfahren und eine ErinnerungsÂmail verzichten. Aber auch hier hat Kelmis nicht Kraft oder Interesse genug, um gegen den Strom zu schwimmen.
Also gibt es weiterhin kaum Möglichkeiten, anonym zumindest allgemeine Informationen aus der GemeindeÂverwaltung zu erhalten.  Die Zeiten des Zeitungslesens oder Plakatierens  sind eben vorbei.